Rund 41.000 Euro für Beilstein: Land fördert Pläne für das Raumaier-Areal
Erwin Köhler (Grüne) und Dr. Michael Preusch (CDU): „Wir stärken die Beilsteiner Ortsmitte und schaffen Platz für Neues, ohne Flächen am Ortsrand zu verbauen.“
Gute Nachrichten für Beilstein: Das Land unterstützt die Stadt bei der Neuplanung des Raumaier-Areals mit 41.027,40 Euro. Das teilen die beiden Landtagsabgeordneten Erwin Köhler (Grüne) und Dr. Michael Preusch (CDU) mit. Das gut 2,7 Hektar große Gelände der ehemaligen Spätregen-Mission war 2020 in den Besitz der Stadt übergegangen. Mit den Fördergeldern kann nun ein moderierter Entscheidungsprozess gestartet werden, um städtebauliche Varianten für die künftige Nutzung dieses riesigen Areals mitten in der Stadt zu erarbeiten.
Erwin Köhler (Grüne) betont die Chance, die in dem Projekt liegt: „Das Raumaier-Areal ist ein Schlüsselgrundstück für die Stadtentwicklung in Beilstein. Mit dem geförderten Prozess kann nun gut überlegt und gemeinsam geplant werden, wie dieses Areal künftig am besten genutzt wird. Bevor wir neue Flächen am Ortsrand erschließen, müssen wir genau solche zentralen Flächen zukunftsfähig machen. Das schafft Raum für Wohnen und Gewerbe und belebt die Ortsmitte.“
Für Dr. Michael Preusch (CDU) ist die Förderung auch ein wichtiges Signal für den ländlichen Raum: „Die Förderung ist ein gutes Signal für Beilstein und zeigt, dass das Land die Kommunen bei einer nachhaltigen Ortsentwicklung konkret unterstützt. Mit dem Raumaier-Areal verfügt die Stadt über eine große Fläche in zentraler Lage, die erhebliche Chancen für die weitere Entwicklung bietet. Entscheidend ist jetzt, gemeinsam mit der Stadtgesellschaft ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das Wohnen, Arbeiten und Lebensqualität miteinander verbindet.“
Mit dem Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ unterstützt das Land Städte und Gemeinden dabei, bereits vorhandene Flächen besser zu nutzen. Dazu gehören beispielsweise Leerstände, Baulücken, Brachflächen sowie Möglichkeiten zur Aufstockung und Nachverdichtung. Gefördert werden sogenannte nichtinvestive Maßnahmen – also entscheidende Vorarbeiten wie städtebauliche Konzepte, Bürgerbeteiligungen oder der Einsatz von kommunalen Flächenmanagern.
Gerade mit Blick auf die zunehmenden Hitzesommer weisen die Abgeordneten darauf hin, wie wichtig eine kluge Planung im Bestand ist: „Gute Innenentwicklung bedeutet heute nicht einfach nur, alles dicht zu bebauen. Es geht darum, Wohnen, Arbeiten und notwendige Grün- und Freiflächen für ein gutes Mikroklima zusammen zu denken. Dafür liefert der jetzt geförderte Planungsprozess in Beilstein die ideale Grundlage“, so Köhler und Dr. Preusch abschließend.
Hintergrund zum Förderprogramm: Das Land hat die Förderung in diesem Jahr ausgeweitet: Bei Innenentwicklungsprojekten wie in Beilstein übernimmt es grundsätzlich bis zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (maximal 100.000 Euro). Für kommunale Flächenmanagerinnen und Flächenmanager können über drei Jahre bis zu 144.000 Euro bereitgestellt werden.